Wasser-Auswurf
Schüttle Wasser mit einem 165-Hz-Ton aus dem Handylautsprecher.
Alles läuft in deinem Browser. Es wird kein Audio hochgeladen.
Nimm zuerst die Kopfhörer ab. Dieser Ton ist absichtlich laut und für einen eingebauten Lautsprecher gedacht, nie für etwas in oder an deinen Ohren.
So gehst du vor
- Stelle die Lautstärke deines Geräts ganz nach oben.
- Halte das Gerät so, dass der Lautsprecher nach unten zeigt.
- Starte den Durchgang und lasse die 30 Sekunden laufen.
- Wische den Bereich um den Lautsprecher mit einem weichen, trockenen Tuch ab.
- Wiederhole das zwei- bis dreimal, wenn der Klang noch dumpf ist.
Der Ton startet bei deinem ersten Tipp auf Abspielen, wie es dein Browser verlangt.
Der Wasser-Auswurf spielt ein 165-Hz-Impulsmuster, das Tropfen aus dem Lautsprechergitter rüttelt. Dieses Werkzeug, um Wasser aus dem Handylautsprecher zu bekommen, auch Fix-my-speaker-Ton oder Wasserauswurf-Ton genannt, nutzt dieselbe Idee wie der Wassersperr-Modus einer Smartwatch: ein tiefer Ton bewegt die Membran weit genug, um Wasser herauszudrücken.
Am besten wirkt das bei Lautsprechern von Handys und Tablets, die klein sind und direkt hinter einem Gitter sitzen. Große Lautsprecher bewegen Wasser deutlich weniger.
Der tiefe Ton lässt die Membran weit ausschwingen, und diese Bewegung drückt eingeschlossene Tropfen heraus. Das ist ein mechanischer Anstoß, kein Wunder: es gibt keine Garantie, dass jeder Tropfen verschwindet, und einen Wasserschaden im Inneren macht es nicht rückgängig.
So benutzt du es
- Nimm zuerst Kopfhörer und Ohrhörer ab. Dieser Ton ist absichtlich laut und gehört zu einem eingebauten Lautsprecher, nie zu etwas, das in oder an deinem Ohr sitzt.
- Dreh die Gerätelautstärke ganz auf. Der Stoß, der einen Tropfen bewegt, kommt aus dem Hub der Membran, und der hängt direkt am Pegel.
- Halte das Gerät so, dass der Lautsprecher nach unten zeigt, damit die Schwerkraft mit dem Ton arbeitet und nicht gegen ihn. Über einem Handtuch ist es eine gute Idee, denn das Wasser muss irgendwo hin.
- Drück auf Wasser ausstoßen und lass die vollen 30 Sekunden laufen. Der Ton läuft in Stößen von etwa einer Sekunde mit kurzer Pause dazwischen, denn das wiederholte Anfahren rüttelt Wasser besser los als ein Dauerton.
- Wische das Gitter nach dem Durchgang mit einem weichen, trockenen Tuch ab und starte noch einmal, wenn der Klang noch dumpf ist. Zwei bis drei Durchgänge sind normal, danach bringt es nichts mehr.
Wofür du es nutzen kannst
Nach einem Spritzer in Küche oder Bad. Der häufigste Fall sind ein paar Tropfen im Hörer oder im unteren Lautsprechergitter, und genau dort wirkt das am besten.
Nach dem Schwimmen oder bei Regen mit einem wasserdichten Handy. Das Gerät hat es überstanden, der Lautsprecher ist nur voll Wasser und klingt wie durch eine Decke, bis das Wasser draußen ist.
Wenn Anrufe dumpf klingen, über Kopfhörer aber sauber. Das deutet auf das Lautsprechergitter und nicht auf die Audiokette, und genau diesen Fall behandelt dieser Ton.
Bei einem Tablet oder einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher. Jeder kleine Treiber hinter einem Gitter reagiert auf dieselbe Behandlung, der nasse Lautsprecher muss aber der sein, der den Ton spielt.
Was du tun und was du lassen solltest
| Thema | Tu das | Lass das |
|---|---|---|
| Lautstärke | Stell die Gerätelautstärke auf Maximum, damit die Membran so weit wie möglich ausschwingt. | Lass das nicht über Kopfhörer oder Ohrhörer laufen. Ein lauter tiefer Ton so nah am Ohr ist unangenehm und bringt nichts. |
| Haltung | Halte das Gerät mit dem Lautsprecher nach unten, am besten über einem Handtuch. | Leg es nicht flach auf den Tisch, dann bleibt das Wasser genau dort, wo es war. |
| Wiederholungen | Lass den 30-Sekunden-Durchgang zwei- bis dreimal laufen und wische das Gitter dazwischen ab. | Lass ihn nicht minutenlang laufen. Wenn drei Durchgänge nichts geändert haben, ändert ein vierter auch nichts. |
| Trocknen | Wische mit einem weichen, trockenen Tuch ab und lass das Gerät an einem trockenen, luftigen Ort liegen. | Nimm keinen Föhn, keinen Backofen, keine Heizung und keine Schüssel Reis. Hitze schadet Dichtungen und Akku, und Reis bringt nichts außer Staub in den Anschlüssen. |
| Laden | Warte, bis der Ladeanschluss trocken ist, bevor du etwas einsteckst. | Lade kein nasses Gerät. Die meisten Handys warnen davor aus gutem Grund, und Kontakte korrodieren schnell. |
| Reinigen | Lass den Ton die Arbeit machen und schüttle das Gerät sanft mit dem Lautsprecher nach unten. | Steck kein Wattestäbchen, keine Nadel, keine Büroklammer und keine Druckluft ins Gitter. Das Gewebe und die Membran dahinter reißen leicht. |
Genauigkeit und Grenzen
Das ist ein mechanischer Anstoß, keine Reparatur. Er bewegt Wasser, das im oder hinter dem Gitter sitzt. Wasser im Inneren des Gehäuses bekommt er nicht heraus, und gegen Korrosion oder eine bereits nass gewordene Platine richtet er nichts aus.
Am besten wirkt es bei kleinen Lautsprechern hinter einem engen Gitter, und genau die haben Handys, Tablets und Uhren. Große Lautsprecher bewegen bei dieser Frequenz je Fläche viel weniger Luft und halten Wasser an Stellen fest, die die Membran nicht erreicht.
Dumpfer Klang kommt nicht immer von Wasser. Ein mit Flusen verstopftes Gitter, ein beschädigter Treiber oder ein Equalizer in der Software klingen ähnlich. Ändern zwei bis drei Durchgänge und eine trockene Nacht nichts, liegt es wahrscheinlich nicht am Wasser.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich Wasser aus dem Handylautsprecher?
Dreh die Lautstärke auf Maximum, halte das Handy mit dem Lautsprecher nach unten und lass den 30-Sekunden-Ton laufen. Wische danach das Gitter ab und wiederhole das zwei- bis dreimal, wenn der Klang noch dumpf ist. Lass das Gerät dazwischen trocken und luftig liegen.
Warum ausgerechnet 165 Hz?
Tief genug, damit die Membran weit ausschwingt, und genau das schiebt einen Tropfen, und hoch genug, dass ein kleiner Handylautsprecher den Ton noch wirkungsvoll erzeugt. Deutlich tiefer bewegt ein Handylautsprecher kaum noch Luft, deutlich höher ist der Hub zu klein.
Ist das für meinen Lautsprecher gefährlich?
Bei einem kurzen Durchgang mit normaler Maximallautstärke nicht. Das Gerät begrenzt seinen Ausgang selbst, und 30 Sekunden liegen deutlich innerhalb dessen, was jeder Lautsprecher aushält. Nicht sinnvoll ist es, den Ton eine Viertelstunde in Schleife laufen zu lassen, das heizt nur die Schwingspule auf.
Warum setzt der Ton immer wieder aus?
Weil ein Impulsmuster Wasser besser losrüttelt als ein Dauerton. Jeder Neustart bewegt die Membran aus der Ruhe heraus, und diese abrupte, wiederholte Bewegung schiebt einen Tropfen aus dem Gitter.
Es klingt immer noch dumpf. Was jetzt?
Lass das Gerät ein paar Stunden trocken liegen und probier es dann noch einmal, denn manches Wasser findet nur langsam heraus. Ist der Klang am nächsten Tag immer noch dumpf, verdächtige Flusen im Gitter oder einen beschädigten Treiber und lass es ansehen, statt den Ton weiter laufen zu lassen.
Funktioniert das an einem Laptop oder Bluetooth-Lautsprecher?
Es kann, solange der nasse Lautsprecher derjenige ist, der den Ton spielt, und klein genug ist, dass die Membran das Wasser verschiebt. Handy oder Tablet sind der ideale Fall. Bei einer großen Standbox ist deutlich weniger zu holen.
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