Gitarre stimmen

Das Stimmgerät unten steht schon auf Gitarre: Die sechs Saitenziele sind geladen, und es sagt dir, welcher Saite du am nächsten bist und wie viele Cent dir fehlen. Erlaube den Mikrofonzugriff, spiele eine Saite nach der anderen und lies die Nadel ab. Es wird nichts aufgezeichnet, und nichts verlässt deinen Browser.

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Mikrofonzugriff erforderlich

Erlaube den Mikrofonzugriff, damit der Stimmer deinem Instrument zuhören kann. Das Audio bleibt auf deinem Gerät und wird niemals hochgeladen.

Instrument

A4-Referenz

Hz

Der Ton startet bei deinem ersten Tipp auf Abspielen, wie es dein Browser verlangt.

Standardstimmung Saite für Saite

SaiteTonFrequenz bei A=440
6. (dickste)E282,41 Hz
5.A2110,00 Hz
4.D3146,83 Hz
3.G3196,00 Hz
2.H3 (im Display B3)246,94 Hz
1. (dünnste)E4329,63 Hz

Ein sauberes Signal fürs Mikrofon

Ein Stimmgerät ist nur so gut wie das Signal, das es hört. Nimm den ruhigsten Raum, den du hast, setz dich nah ans Mikrofon und schalte alles andere stumm, auch Lüfter oder Klimaanlage: Tieffrequentes Brummen bringt die Tonhöhenerkennung auf den Bassseiten stärker durcheinander, als man denkt. Laptop-Mikrofone sitzen oft direkt neben dem Lüftereinlass, was an einem warmen Tag ins Gewicht fällt.

Zupfe einmal, kräftig, aber nicht hart, und lass die Saite klingen. Der erste Sekundenbruchteil eines gezupften Tons steckt voller Obertöne und Inharmonizität, gib der Anzeige also einen Moment und stimme, während der Ton steht, nicht direkt nach dem Anschlag. Springt die Anzeige zwischen zwei Tönen im Oktavabstand, zupfst du zu hart: Der Grundton geht dann in der zweiten Harmonischen unter.

Reihenfolge, und warum die tiefe E-Saite zickt

Arbeite von der sechsten Saite nach oben und prüfe die sechste danach noch einmal. Jede Saite, die du spannst, zieht am Hals und macht die vorher gestimmten wieder etwas zu tief, ein einziger Durchgang reicht deshalb nie, besonders bei frischen Saiten. Zwei oder drei Durchgänge sind normal, und ein neuer Satz will in den ersten Tagen mehrfach nachgestimmt werden.

Die tiefe E-Saite ist für jedes Stimmgerät die schwierigste, auch für dieses: Bei 82 Hz stehen im Analysefenster weniger Schwingungen zur Verfügung, und die Inharmonizität der Saite ist hier am größten. Ist die Anzeige unruhig, greife die tiefe E-Saite im zwölften Bund und stimme die Oktave auf 164,81 Hz, oder spiele dort ein Flageolett: Das gibt der Erkennung einen viel klareren Ton.

Alternative Stimmungen nach Gehör

Für alternative Stimmungen gibt es hier keine Voreinstellung. Nutze den chromatischen Modus und stimme jede Saite selbst auf den gewünschten Ton. Drop D senkt nur die sechste Saite von E2 auf D2 mit 73,42 Hz. Einen Halbton tiefer heißt jede Saite einen Halbton runter, aus E2 wird Es2 mit 77,78 Hz und der Rest folgt. Open G ist D2, G2, D3, G3, H3, D4, dabei fallen sechste, fünfte und erste Saite.

DADGAD ist D2, A2, D3, G3, A3, D4 und die Stimmung, zu der die meisten nach Drop D greifen. In allen Fällen ist der schnellste Weg derselbe: auf chromatisch umschalten, die Saite anspielen und warten, bis der gewünschte Tonname mit zentrierter Nadel dasteht. Referenzfrequenzen für jeden Ton findest du in den Audio-Rechnern.

Gestimmt und trotzdem schief: die Intonation

Leere Saiten stimmen, aber Barré-Akkorde weiter oben am Hals klingen schief? Das ist kein Stimmproblem, sondern die Intonation. Die Stegposition jeder Saite muss die zusätzliche Spannung ausgleichen, die beim Herunterdrücken auf einen Bund entsteht, und stimmt sie nicht, weicht der gegriffene Ton im zwölften Bund vom Flageolett an derselben Stelle ab. Vergleiche beide mit diesem Stimmgerät, und du siehst den Fehler in Cent.

Alte Saiten verhalten sich ähnlich. Eine ungleichmäßig abgenutzte Saite verliert ihre harmonische Regelmäßigkeit, das Stimmgerät zögert, und Akkorde klingen leicht daneben, egal was die Anzeige sagt. Wenn eine Saite sich nicht mehr einpendelt, die im letzten Monat noch problemlos war, wechsle den Satz, bevor du an der Gitarre etwas verstellst.

Wie es weitergeht